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Galiciens Geschichte hat vor allem durch seine als Pilgerstadt bekannte Hauptstadt Santiago de Compostela weltweit an Ruhm gewonnen. 600 v. Chr. mischten sich Kelten unter die Einheimischen in Galicien. Sie bauten Castros - Wehrdörfer, von denen heute noch die Mauerreste von mehr als 3000 Rundhäusern erhalten sind. Die Kelten gaben dem Land auch den Namen, aus Galaicos wurde später Galicien abgeleitet.
25 v. Chr. wurde unter römischer Herrschaft die gegenwärtig noch existierende Stadtmauer von Lugo und der Leuchtturm von Coruña erbaut.
813 wurde das Grab des Apostels Jakobs von dem Einsiedler Pelayo mit Hilfe von Lichtzeichen entdeckt. Damit begann die Geschichte des Pilgerortes Santiago de Compostela. Die Menschen begannen nach Santiago zu pilgern, um sich beim Apostel Jakob ihrer Sünden zu entledigen.
1181/82 wurde auch mit der Zustimmung Roms der Sündenablass in Santiago de Compostela offiziell möglich.
Ca. 990 zerstörten maurische Truppen einige Städte in Nordspanien, darunter auch Santiago de Compostela.
So enstand 1075 der heute Bau der romanischen Konstruktion der Kathedrale in Compostela.
1188 wurde das berühmte Figurenportal 'Pórtico de la Gloria' von Meister Mateo beendet.
1492 entdeckte Kolumbus unter spanischer Flagge Amerika. Die Nachricht kam mit dem ersten seiner Schiffe in Galicien, Baiona, an. Und die letzte spanische Stadt, Granada, wurde von den Mauren befreit.
Die Universität von Santiago wurde 1495 gegründet und wurde damit zu eine der ältesten Universitäten Spaniens.
Galicien erreichte 1982 seinen Autonomiestatus mit Santiago de Compostela als Hauptstadt. Santiago hatte diese Aufgabe kurzzeitig an A Coruña abtreten müssen.
Santiago wurde 1985 von der UNESCO zur Kulturerbe der Menschheit erklärt bevor es 2000 Kulturhauptstadt Europas wurde. Auch die römische Stadtmauer von Lugo wurde in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
2001 wurde Manuel Fraga (PP) wie zuvor mit absoluter Mehrheit wieder gewählt.
2005 fand nach langer Zeit ein Wechsel der Regierung statt, Galicien wird derzeit von der sozialistischen Partei PSOE regiert.
2004 war das letzte Heilige Jahr, weil der 25. Juli, der Tag des Apostels, auf einen Sonntag gefallen war, die nächsten Heiligen Jahre sind 2010 und 2021. |